Die Musik dröhnt in meinen Ohren,laute Bässe drohen mein Trommelfell platzen zu lassen,doch das stört mich nicht im geringsten.Ich sitze an der Straßenbahnhaltestelle,ein paar meiner dämlichen Klassenkameraden schubsen sich ständig auf die Gleise und lachen wie Kindergartenkinder,wenn einer dabei voll hinknallt.Kopfschüttelnd drehe ich mich in die andere Richtung und sehe dich.Mein Herz setzt einen Schlag aus,ich höre plötzlich auf zu atmen.Du läufst mit deinem Kumpel gerade über die Straße,lachst,fährst dir durch dein wunderschönes,dunkles Haar.So sehr mich meine innere Stimme auch dazu zwingt,ich kann meinen Blick nicht von dir wenden,starre dich an als wärst du Jesus persönlich.Plötzlich höre ich wie jemand meinen Namen ruft, irgendwo ganz weit weg,als wäre ich unter Wasser."Glotzt du den schon wieder so an?Gott,der ist auch nur ein Mensch",Hanna verdreht die Augen und lässt sich neben mir auf den letzten freien Sitzplatz fallen."Wenns dich stört guck nicht hin,geht dich auch überhaupt nichts an",motze ich und bin schon wieder auf hundertachtzig.Ich würde ihr noch ein paar weitere wütende Sätze an den Kopf werfen,aber sie unterbricht mich."Schau mal Madlene..",ihre Stimme klingt auf einmal ernst,sie schaut in deine Richtung.Ich folge ihrem Blick und spüre plötzlich,wie sich irgendetwas spitzes,scharfes tief in meine Brust bohrt.Neben dir läuft auf einmal ein blondes,blauäugiges Mädchen.Sie hat sich bei dir eingehakt,lacht, du auch."Das ist vielleicht nur 'ne Bekannte oder so",Hanna legt mir eine Hand auf den Arm.Ich drehe mich weg,nicke heftig.Nicht,um ihr zuzustimmen,sondern um dieses schmerzhafte Bild aus meinem Kopf zu bekommen."Ich muss jetzt los",hastig stehe ich auf,krame meine Tasche zusammen."Madlene,die Straßenbahn kommt doch gleich!"-"Ich laufe",antworte ich nur knapp und drehe mich um.Ich renne zurück zur Ampel,vorbei an dir und deinem verwirrtem Blick als du mich siehst,vorbei an deiner blonden Tusse.Irgendwann setze ich mich keuchend auf eine Parkbank,sehe Fußballspielende Kinder und verliebte Pärchen an mir vorbeilaufen.Doch so wirklich nehme ich sie alle nicht wahr,das einzige,was ich sehe,bist du und diese Tusse,die ich noch nie vorher gesehen habe.
Donnerstag, 4. Oktober 2012
Mittwoch, 3. Oktober 2012
Ich weiß gar nicht was ich schreiben soll.
Zunächst mal tut es mir unendlich Leid,dass ich solange nichts mehr von mir hab hören lassen.Ich habe diesen Blog auf gar keinen Fall vergessen,es ist nur ziemlich viel passiert und ich hatte sehr viel Stress.Hab ich jetzt zwar immernoch, aber ich hab mich trotzdem dazu entschlossen,hier wieder zu schreiben.regelmäßig.Ich werde mir wirklich Mühe geben,das so oft es geht zu tun.
Ich hoffe ihr habt überhaupt noch Lust meinen Blog zu lesen,dennoch freue ich mich total,dass ihr mir trotz allem so zahlreich erhalten geblieben seid.
Wenn alles klappt wird morgen endlich wieder ein richtiger Post von mir kommen.
Bis dahin wünsche ich euch noch einen erholsamen Feiertagsabend.
Madlene-Sophie
Zunächst mal tut es mir unendlich Leid,dass ich solange nichts mehr von mir hab hören lassen.Ich habe diesen Blog auf gar keinen Fall vergessen,es ist nur ziemlich viel passiert und ich hatte sehr viel Stress.Hab ich jetzt zwar immernoch, aber ich hab mich trotzdem dazu entschlossen,hier wieder zu schreiben.regelmäßig.Ich werde mir wirklich Mühe geben,das so oft es geht zu tun.
Ich hoffe ihr habt überhaupt noch Lust meinen Blog zu lesen,dennoch freue ich mich total,dass ihr mir trotz allem so zahlreich erhalten geblieben seid.
Wenn alles klappt wird morgen endlich wieder ein richtiger Post von mir kommen.
Bis dahin wünsche ich euch noch einen erholsamen Feiertagsabend.
Madlene-Sophie
Dienstag, 21. Februar 2012
"Du bist so eine Entäuschung,Madlene!"seine Worte hallen wie ein Echo in meinem Kopf,ich höre sie immer und immer wieder,verstehe den Sinn aber nicht,will ihn nicht verstehen."Wie kannst du es wagen mir so ein Zeugnis an den Esstisch zu legen?Haben die Nachhilfestunden in Mathe nichts gebracht?Habe ich also mal wieder umsonst Unmengen von Geld in dich investiert?Damit du mich wieder enttäuscht?".Bitte hör auf,flehe ich in Gedanken,presse die Lippen schmerzhaft aufeinander,um den Schrei zurückzuhalten."Sag wenigstens etwas!Du bist so eine Enttäuschung,wirklich.Schau dir deinen Bruder an,Marcel studiert und du?Wenn du so weiter machst kannst du dein Abitur vergessen Fräulein!"-"Hast du dich vielleicht auch mal gefragt,warum meine Noten in letzter Zeit so schlecht sind?Nein,du siehst sie nur und bildest dir dann dein eigenes Urteil!Du bist nie da und meinst jetzt mich runtermachen zu können?Du weißt nichts mehr über mich,gar nichts.Also lass es einfach und mach nicht einen auf besorgten Vater."Ich stehe vom Esstisch auf,lasse meine erschrockenen Eltern zurück und renne hoch in mein Zimmer.Verdammte Scheiße,fluche ich in Gedanken,sacke in mir zusammen und lege mich leise schluchzend auf den Boden.Ich schließe die Augen,Bilder ziehen an mir vorbei,wie ein Rückblick,ein Film,in dem ich mich an die wundervoll heile Welt von früher erinnere.Eine Welt,in der ich Papas kleine Prinzessin war.
Montag, 30. Januar 2012
Verzweifelt renne ich durch die Menschenmassen,schiebe wahllos irgendwelche Passanten zur Seite um mir einen Weg durch dieses Gewühl zu bahnen.Immer wieder rufe ich ihren Namen,bekomme keine Antwort,werde nur iritiert von einem Mann im Anzug beäugt."Gibts was zu glotzen?"motze ich ihn an und renne weiter.Tränen steigen mir in die Augen,Panik breitet sich in mir aus.Vielleicht hat sie irgendein Psycho mitgenommen,denke ich ängstlich,male mir die schlimmsten Dinge aus."Hey wasn' los?",ich spüre wie jemand seine Hand auf meine Schulter legt,drehe mich gehetzt um."Ich hab meine Schwester verloren."presse ich hervor und breche augenblicklich in Tränen aus.Entsetzt starrst du mich an,nimmst mich in den Arm und streichst mir über dein Rücken."Komm,ich helf dir,wo hast du sie denn zuletzt gesehen?"fragst du.Ich denke angestrengt nach."Wir waren im Müller,weil sie neue Haargummis suchen wollte,ich war in der Zeit kurz bei den Shampoos und dann war sie auf einmal weg",mir laufen erneut die Tränen über die Wangen."Vielleicht ist sie hoch in die Spielwarenabteilung?Hast du sie da schon gesucht?"Ich schüttle den Kopf,du läufst los und ziehst mich mit.Als wir mit der Rolltreppe nach oben fahren,höre ich wie jemand meinen Namen ruft.ich drehe mich zur Seite,auf der die Rolltreppe nach unten fährt und sehe meine Schwester mit verweintem Gesicht."Warte unten!"schreie ich und renne den restlichen Weg nach oben,um wenige Sekunden später auf der anderen Rolltreppe wieder nach unten zu laufen.Erleichtert nehme ich sie in den Arm,sage nicht einmal was,als sie meinen Mantel mit ihrer verschnieften Nase und Tränen vollschmiert."Wo warst du denn?",fragt sie mich schließlich,schaut mich vorwurfsvoll an."Wo warst DU denn?Ich hab dich überall gesucht",sie schaut mich kurz nachdenklich an,schüttelt schließlich den Kopf und hält mir ein Päckchen mit bunten Haargummis unter die Nase.Für sie scheint das Thema abgehakt."Guck mal,die hab ich mir rausgesucht"sagt sie stolz und lächelt mich zuckersüß an.Ich lache,bemerke gar nicht,dass du schon die ganze Zeit neben uns stehst."Ich geh dann mal wieder,muss zum Training"sagst du,reichst meiner kleinen Schwester noch ein Taschentuch und verschwindest im Gemengel.
Dienstag, 10. Januar 2012
"Keinen Bock auf Schule,ganz ehrlich.Von mir aus hätten die Ferien ruhig noch länger dauern können."
Ich laufe neben Gina zur Schule,höre mir ihr Gemotze an,dem ich nickend zustimme.Um so näher wir dem Haupteingang kommen,desto schneller werden meine Schritte.Mir ist eiskalt,ich fühle mich als wäre ich stundenlang im Kühlschrank eingesperrt gewesen.Als wir endlich in das Innere des Schulgebäudes laufen,taue ich allmählich auf,spüre meine Fingerspitzen in den dicken Handschuhen wieder.Ich blicke von meinen Händen auf und sehe dich.Du redest mit einigen deiner Klassenkameraden,hast ein offenes Heft in der Hand und hörst gerade einem Mädchen zu."Die schreiben heute 'ne Klausur oder sowas.Hab ich gehört."Gina schaut in dieselbe Richtung und nickt langsam.Ich schaue sie fragend an."Komm schon,tu nicht so als würdest du nichts von ihm wollen.Sobald er in der Nähe ist starrst du ihn an als wäre er Jesus persönlich."-"ist das so auffällig?"frage ich geschockt,bekomme leicht Panik."Nee,quatsch",sie macht eine abfällige Handbewegung.Misstrauisch folge ich ihr auf dem Weg zu unserem Physikzimmer,als ich nocheinmal zu dir rübersehe.Unsere Blicke treffen sich,du lächelst kurz,mein Herz macht einen Sprung.Ich kann nur dämlich zurückgrinsen,kann mir schon vorstellen,wie lächerlich ich aussehen muss."Komm jetzt,langsam wirds doch etwas auffällig."Gina zieht mich am Arm ins Physikzimmer.Ich drehe mich noch ein letztes Mal um,doch du bist schon in deinem Zimmer verschwunden.
Ich laufe neben Gina zur Schule,höre mir ihr Gemotze an,dem ich nickend zustimme.Um so näher wir dem Haupteingang kommen,desto schneller werden meine Schritte.Mir ist eiskalt,ich fühle mich als wäre ich stundenlang im Kühlschrank eingesperrt gewesen.Als wir endlich in das Innere des Schulgebäudes laufen,taue ich allmählich auf,spüre meine Fingerspitzen in den dicken Handschuhen wieder.Ich blicke von meinen Händen auf und sehe dich.Du redest mit einigen deiner Klassenkameraden,hast ein offenes Heft in der Hand und hörst gerade einem Mädchen zu."Die schreiben heute 'ne Klausur oder sowas.Hab ich gehört."Gina schaut in dieselbe Richtung und nickt langsam.Ich schaue sie fragend an."Komm schon,tu nicht so als würdest du nichts von ihm wollen.Sobald er in der Nähe ist starrst du ihn an als wäre er Jesus persönlich."-"ist das so auffällig?"frage ich geschockt,bekomme leicht Panik."Nee,quatsch",sie macht eine abfällige Handbewegung.Misstrauisch folge ich ihr auf dem Weg zu unserem Physikzimmer,als ich nocheinmal zu dir rübersehe.Unsere Blicke treffen sich,du lächelst kurz,mein Herz macht einen Sprung.Ich kann nur dämlich zurückgrinsen,kann mir schon vorstellen,wie lächerlich ich aussehen muss."Komm jetzt,langsam wirds doch etwas auffällig."Gina zieht mich am Arm ins Physikzimmer.Ich drehe mich noch ein letztes Mal um,doch du bist schon in deinem Zimmer verschwunden.
Montag, 2. Januar 2012
"Mach aaauf!"kreischt sie ungeduldig,klingelt Sturm an unserer Haustür."Ich komm doch schon!"schreie ich zurück und renne grinsend zur Tür um sie aufzumachen.Lachend fallen wir uns in die Arme.Lara gibt mir mit Tränen in den Augen einen Kuss auf die Schläfe."Du hast keine Ahnung wie sehr ich dich vermisst habe."gestehe ich und wische mir die Tränen weg,die inzwischen auch mir über die Wangen laufen."Sollen wir hier draußen übernachten oder warum gehen wir nicht endlich rein?"fragt sie frech und ich gebe ihr einen Stoß in die Seite.Wir laufen in die Küche,wo sie auch von meiner Mutter herzlich begrüßt wird.Nachdem sie mit meiner Schwester zum Einkaufen gefahren ist,setzt sich Lara an den Tisch,während ich Wasser für den Tee aufsetze.Sie erzählt mir wie es in der Schule läuft,dass ihr Freund gerade in Frankreich wegen einem Austausch ist und dass sich ihre Eltern scheiden lassen.Ich höre ihr aufmerksam zu,unterbreche sie kein einziges Mal,nicke nur an den richtigen Stellen oder nehme sie in den Arm."Wie geht es dir eigentlich?"fragt sie schniefend,schaut mich aufmerksam an."Gut,alles gut.."lüge ich,trinke einen Schluck aus meiner Tasse.Lara schaut mich hochkonzentriert an."Hast du mit jemandem Streit?"fragt sie schließlich.Ich sehe sie überrascht an,überrascht darüber,wie genau sie erahnen konnte,was in mir vorgeht.Ich nicke betreten,falle ihr in die Arme."Erzähl mir alles"fordert sie mich auf und das tue ich dann auch.
Samstag, 24. Dezember 2011
Meine süßen Süßlinge,
ich wünsche euch ein gaanz tolles,wundervolles und besinnliches Weihnachten.
Genießt die Zeit mit eurer Familie und lasst euch reich beschenken :)
Merry Christmas ♥
Und Dankeschön für den Blogaward von der süßesten Michelle ♥
ich wünsche euch ein gaanz tolles,wundervolles und besinnliches Weihnachten.
Genießt die Zeit mit eurer Familie und lasst euch reich beschenken :)
Merry Christmas ♥
Und Dankeschön für den Blogaward von der süßesten Michelle ♥
Dienstag, 20. Dezember 2011
Überglücklich stürme ich aus dem Klassenzimmer,als es endlich klingelt.Meine Freundin kommt aus dem Zimmer gegenüber und sieht mich seltsam an."Was is denn mit dir passiert?Seid wann so positiv drauf?"Ich ignoriere ihren neckenden Kommentar."Wir haben Englisch zurück.Hab 'ne 2!"Sie nimmt mich lachend in den Arm."Wow,hast du nicht gesagt die ist total schlecht ausgefallen?","Ist,sie ja auch,aber anscheinend für mich nicht"Wir lachen."Ich muss jetzt los,mein Bus kommt gleich.Wir telefonieren später ja?"Ich nicke,sehe ihr nach wie sie Richtung Aula rennt.Als auch ich mich auf den Weg dorthin mache,sehe ich dich an der Wand lehnen,du redest mit deinen Kumpels,hast den Pulli an,den ich so liebe.Du siehst mich,kommst auf mich zu,doch ich laufe nur schneller,schaue weg."Madlene wir müssen reden und das weißt du!"schreist du wütend,ich bleibe vor Schreck stehen und drehe mich um.Alle starren dich an,nein,auch mich."Musst du hier so rumschreien?Braucht nicht jeder mitbekommen was du für ein Arschloch bist!"zische ich dir zu,als ich ein paar Schritte auf dich zugehe."Wieso bin ich ein Arschloch?Was hab ich denn gemacht verdammt?Du redest seit Tagen nicht mehr mit mir,wenn ich dich anrufe oder dir schreibe drückst du mich weg oder schreibst nicht zurück.Was ist dein Problem?!"Ich sehe die Wut in deinen Augen,eine unbändige Wut,die mir das Blut gefrieren lässt."Du und Fiona?!Wann wolltest du mir das sagen?!"Du starrst mich verwirrt an."Bitte was?Spinnst du?Ich und die komische Zicke?"Während du sprichst berührt mich plötzlich jemand am Arm."Madlene,alles okay?"M.schaut mit einem vielsagenden Blick zu dir hinüber."Lass sie mal los und verpiss dich,das ist nicht deine Angelegenheit!"sagst du zu ihm,schubst ihn zur Seite."Chris lass die Scheiße!Wie führst du dich eigentlich auf?!"schreie ich dich an,drücke dich weg von ihm"Der meint doch nur weil er in der zwölften ist,dass er überall den Oberaufpasser spielen kann!"Ich schaue dich ungläubig an."Lass mich einfach in Ruhe"sage ich kopfschüttelnd zu dir,drehe mich zu M.Er lächelt mich liebevoll an."Wie geht's inzwischen eigentlich deinem Kopf?"fragt er und streicht mir über's Haar."Besser.Zum Glück hast du mich ins Sani-Zimmer gebracht.","Kein Ding,war ja auch meine Schuld das du gefallen bist"Ich lächle,drehe mich noch einmal zu dir um,bevor ich mit M. in die Aula laufe.Du siehst mich mit einem Gemisch aus Trauer,Wut und Enttäuschung an.
Hast du verdient du Penner.
Hast du verdient du Penner.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Ich sitze auf meinem Platz und versuche der Uhr im Klassenzimmer telepathisch mitzuteilen,dass sie sich gefälligst schneller auf halb zehn bewegen soll,doch sie scheint meine Anweisungen zu ignorieren.Es ist immernoch kurz vor neun Uhr und unsere Spanischlehrerin teilt gerade die Ex aus.Spanisch gehört zu den wenigen Fächern,in denen ich immer peile,um was es gerade geht.Deswegen gebe ich auch nach fünf Minuten schon ab."Willst du dir das nicht lieber nochmal ansehen?"fragt mich meine Lehrerin verwundert."Nee,passt schon.Darf ich auf's Klo?"Sie nickt und beginnt,sich meine Arbeit durchzulesen.Ich stürme nach draußen und renne den langen Flur entlang.Plötzlich spüre ich,wie ich mit meinen Füßen gegen etwas hartes knalle,der Schmerz lässt mich aufschreien,ich falle mit dem Kopf auf den eiskalten Boden."Oh mein Gott,ist alles okay?"stöhnend öffne ich die Augen und blinzle direkt in dein Gesicht.Du siehst mich besorgt an."Du redest mit mir?"frage ich dich nur,bevor ich meinen Kopf wieder sinken lasse und ich meine Augen schließe.Ich spüre etwas warmes an meinem Hinterkopf,versuche aber,es auszublenden."Wieso denn auch nicht..Madlene du blutest"deine Stimme ist jetzt leicht panisch,du stehst auf und rennst weg."Lass mich nicht alleine,bitte!"rufe ich,doch du bist schon um die Ecke verschwunden.Ich fasse mir an die warme Stelle und starre zwei Sekunden später geschockt auf meine blutverschmierte Hand."Oh Gott!"vor meinen Augen verschwimmt alles,es wird schwarz.
Als ich aufwache,liege ich in einem kleinen Zimmer auf einer Liege,neben mir ein Stuhl,auf dem du sitzt und mit einem Finger über meine Hand streichst."Wo sind wir hier?"frage ich dich."Sanitätszimmer.Deine Mutter kommt gleich und fährt dich ins Krankenhaus.Keine Sorge,die haben gesagt dass nichts ernstes passiert ist,aber du sollst dich sicherheitshalber trotzdem mal untersuchen lassen."Du lächelst mich aufmunternd an,streichst immer noch mit deinem Zeigefunger sanft über meine Hand.Es kommt mir vor,als wäre es eine Ewigkeit,in der wir uns so ansehen.Und trotzdem geht diese Ewigkeit viel zu schnell rum,als meine Mutter mit einem unserer Schulsanitäter hereinstürmt."Wie ist denn das passiert?Mensch,Kind du hast uns vielleicht einen Schrecken eingejagt!Was machst du für Sachen?"Aufgeregt stellt sie sich an die Liege und tätschelt meinen Kopf."Das war meine Schuld,sie ist meinetwegen gestolpert"sagst du zu meiner Mutte,siehst aber weiterhin mich an."Das haben Sie ja toll hingekriegt!Was ist,wenn sie eine Gehirnerschütterung hat oder sonst irgendwas schlimmes passiert ist?!"Meine Mutter funkelt dich böse an."Mama,beruhig dich mal,mir gehts gut"Sie murmelt nur etwas,hilft mir dann aber,von der Liege aufzustehen."Ich bring dich ins Krankenhaus.Deine Lehrer wissen schon Bescheid,dass du heute nicht mehr kommst"sagt meine Mutter."Tut mir wirklich leid,das wollte ich nicht."sagst du,starrst betreten zu Boden."Hey,nicht so schlimm."Ich berühre kurz deinen Arm.Du lächelst mich an,dein Blick ist aber immernoch besorgt."Schreib mir bitte später,was die Ärzte gesagt haben."Ich nicke,drehe mich um und gehe zum Ausgang.Die tausendneunhundertachtundsiebzig Schmetterlinge in meinem Bauch lassen mich besser gesagt zum Ausgang schweben,als gehen.
Als ich aufwache,liege ich in einem kleinen Zimmer auf einer Liege,neben mir ein Stuhl,auf dem du sitzt und mit einem Finger über meine Hand streichst."Wo sind wir hier?"frage ich dich."Sanitätszimmer.Deine Mutter kommt gleich und fährt dich ins Krankenhaus.Keine Sorge,die haben gesagt dass nichts ernstes passiert ist,aber du sollst dich sicherheitshalber trotzdem mal untersuchen lassen."Du lächelst mich aufmunternd an,streichst immer noch mit deinem Zeigefunger sanft über meine Hand.Es kommt mir vor,als wäre es eine Ewigkeit,in der wir uns so ansehen.Und trotzdem geht diese Ewigkeit viel zu schnell rum,als meine Mutter mit einem unserer Schulsanitäter hereinstürmt."Wie ist denn das passiert?Mensch,Kind du hast uns vielleicht einen Schrecken eingejagt!Was machst du für Sachen?"Aufgeregt stellt sie sich an die Liege und tätschelt meinen Kopf."Das war meine Schuld,sie ist meinetwegen gestolpert"sagst du zu meiner Mutte,siehst aber weiterhin mich an."Das haben Sie ja toll hingekriegt!Was ist,wenn sie eine Gehirnerschütterung hat oder sonst irgendwas schlimmes passiert ist?!"Meine Mutter funkelt dich böse an."Mama,beruhig dich mal,mir gehts gut"Sie murmelt nur etwas,hilft mir dann aber,von der Liege aufzustehen."Ich bring dich ins Krankenhaus.Deine Lehrer wissen schon Bescheid,dass du heute nicht mehr kommst"sagt meine Mutter."Tut mir wirklich leid,das wollte ich nicht."sagst du,starrst betreten zu Boden."Hey,nicht so schlimm."Ich berühre kurz deinen Arm.Du lächelst mich an,dein Blick ist aber immernoch besorgt."Schreib mir bitte später,was die Ärzte gesagt haben."Ich nicke,drehe mich um und gehe zum Ausgang.Die tausendneunhundertachtundsiebzig Schmetterlinge in meinem Bauch lassen mich besser gesagt zum Ausgang schweben,als gehen.
Samstag, 10. Dezember 2011
Ich vermisse Dich.Es gab keinen Tag in diesen 4 Jahren an dem du mir nicht gefehlt hast.
Weißt du noch?Als du mir im Park vor unserem Haus mit Mühe das Fahrrad fahren beigebracht hast?du bist mir immer hinterhergerannt.Sobald es aussah,als würde ich gleich umkippen,hast du mich schnell vom Fahrrad gezogen und wir haben gelacht.
Weißt du noch?Der Tag,an dem ich meine Schwester bekommen habe.Papa ist mit Mama schnell ins Krankenhaus gefahren,aber du bist bei mir geblieben.Du hast mir Schwemmknödelsuppe gekocht,wir haben gelacht und gegessen.
Weißt du noch?Als du langsam krank wurdest,du nicht mehr mit mir auf den Spielplatz gehen konntest und dir das laufen wehgetan hat?Ich wusste nicht,was los ist,bis zu dem Tag,an dem du ins Krankenhaus musstest und Mama mir versucht hat zu erklären,warum sie dir die Beine abnehmen mussten.Ich habe geweint,jeden Tag mindestens einmal,bis du wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurdest.Danach war aber nichts mehr wie vorher.Wir konnten nicht mehr fangen spielen,immer war der Rollstuhl das Problem.Du konntest mich nicht mehr auf deinen Schultern durch den Wald tragen,mir die verschiedenen Vogelarten beibringen und mit mir im Laub spielen.Aber das war okay für mich,hauptsache,du warst trotzdem für mich da.
Als ich dann aufs Gymnasium gekommen bin,warst du so stolz auf mich,aber dir ging es wieder schlechter und schlechter.
Ich war bei Oma und Opa,als du sie angerufen hast.Du hast Oma erzählt,dass es dir ganz schlecht geht,dir alles wehtut.Du hast ihr gesagt,dass du befürchtest, nicht mehr lange durchhalten zu können.Oma hat versucht,dich zu beruhigen,dir zu versichern,dass alles wieder gut wird.Doch es wurde nichts mehr gut.Am Tag darauf hat Oma bei uns angerufen,Mama ist hingegangen.Nach einigen Sekunden hat sie mit einem komischen Gesichtsausdruck aufgelegt.Ich hab sie gefragt,was los sei,aber sie hat Papa nur angeschaut und ist dann ins Wohnzimmer gelaufen.Papa hat mich in mein Zimmer gebracht und mir vorgelesen,bis ich eingeschlafen bin.Sie haben mir erst zwei Tage später gesagt,dass du von uns gegangen bist,für immer.Die Welt,in der ich gelebt habe,ist zusammengebrochen.Du hast alles mitgenommen,als du gegangen bist.Ich habe wochenlang nicht mehr lachen können,habe mich in meinem Zimmer eingesperrt und Gott darum gebeten,dich mir zurückzugeben.Du warst so eine wichtige Stütze für mich.Es gibt Tage an denen ich mir nichts mehr wünsche,als dass du zur Tür hereinkommst,mich in den Arm nimmst und mir sagst,dass alles wieder gut wird.Du sollst nur wissen,dass ich dich in diesen verdammten 4 Jahren nie vergessen habe,es auch nie tun werde.
Du warst der beste Großonkel,den man sich nur wünschen kann..
Weißt du noch?Als du mir im Park vor unserem Haus mit Mühe das Fahrrad fahren beigebracht hast?du bist mir immer hinterhergerannt.Sobald es aussah,als würde ich gleich umkippen,hast du mich schnell vom Fahrrad gezogen und wir haben gelacht.
Weißt du noch?Der Tag,an dem ich meine Schwester bekommen habe.Papa ist mit Mama schnell ins Krankenhaus gefahren,aber du bist bei mir geblieben.Du hast mir Schwemmknödelsuppe gekocht,wir haben gelacht und gegessen.
Weißt du noch?Als du langsam krank wurdest,du nicht mehr mit mir auf den Spielplatz gehen konntest und dir das laufen wehgetan hat?Ich wusste nicht,was los ist,bis zu dem Tag,an dem du ins Krankenhaus musstest und Mama mir versucht hat zu erklären,warum sie dir die Beine abnehmen mussten.Ich habe geweint,jeden Tag mindestens einmal,bis du wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurdest.Danach war aber nichts mehr wie vorher.Wir konnten nicht mehr fangen spielen,immer war der Rollstuhl das Problem.Du konntest mich nicht mehr auf deinen Schultern durch den Wald tragen,mir die verschiedenen Vogelarten beibringen und mit mir im Laub spielen.Aber das war okay für mich,hauptsache,du warst trotzdem für mich da.
Als ich dann aufs Gymnasium gekommen bin,warst du so stolz auf mich,aber dir ging es wieder schlechter und schlechter.
Ich war bei Oma und Opa,als du sie angerufen hast.Du hast Oma erzählt,dass es dir ganz schlecht geht,dir alles wehtut.Du hast ihr gesagt,dass du befürchtest, nicht mehr lange durchhalten zu können.Oma hat versucht,dich zu beruhigen,dir zu versichern,dass alles wieder gut wird.Doch es wurde nichts mehr gut.Am Tag darauf hat Oma bei uns angerufen,Mama ist hingegangen.Nach einigen Sekunden hat sie mit einem komischen Gesichtsausdruck aufgelegt.Ich hab sie gefragt,was los sei,aber sie hat Papa nur angeschaut und ist dann ins Wohnzimmer gelaufen.Papa hat mich in mein Zimmer gebracht und mir vorgelesen,bis ich eingeschlafen bin.Sie haben mir erst zwei Tage später gesagt,dass du von uns gegangen bist,für immer.Die Welt,in der ich gelebt habe,ist zusammengebrochen.Du hast alles mitgenommen,als du gegangen bist.Ich habe wochenlang nicht mehr lachen können,habe mich in meinem Zimmer eingesperrt und Gott darum gebeten,dich mir zurückzugeben.Du warst so eine wichtige Stütze für mich.Es gibt Tage an denen ich mir nichts mehr wünsche,als dass du zur Tür hereinkommst,mich in den Arm nimmst und mir sagst,dass alles wieder gut wird.Du sollst nur wissen,dass ich dich in diesen verdammten 4 Jahren nie vergessen habe,es auch nie tun werde.
Du warst der beste Großonkel,den man sich nur wünschen kann..
Montag, 5. Dezember 2011
Langsam laufe ich die Treppen zum Chemiesaal hoch.Es ist viertel nach acht und ich bin zu spät,was mir nicht das geringste ausmacht,schließlich verbessert meine Klasse gerade die Ex,in der ich sowieso eine sechs geschrieben habe.Es ist ungewohnt still in der Aula.Keine herrumbrüllenden Fünftklässler,die aufgeregt durch die Gegend rennen und dabei alle paar Sekunden hinknallen.Keine pubertierenden Achtklässler,die jedem weiblichen Wesen auf den Arsch glotzen und ihnen dämliche Anmachsprüche hinterherrufen.Die Stille ist fast schon erdrückend,ungewohnt."Hey,auch zu spät?"Erschrocken drehe ich mich um und blicke ihr direkt ins Gesicht."Fiona,was machst du denn noch hier?"Sie lacht leise."Hab ich doch schon gesagt,ich bin auch zu spät",ich schüttel erstaunt den Kopf "Ist man von unserer Musterschülerin gar nicht gewohnt"sage ich spöttisch."Tja,du kennst mich doch,bin unberechenbar"sagt sie und zwinkert mir zu."Ehrlich gesagt lohnt sich das nicht mehr in den Unterricht zu gehen"stelle ich fest.Sie stimmt mir zu und gibt mir zu verstehen,dass ich ihr folgen soll.Fiona läuft die Treppe wieder hinunter und nach draußen."Ich wollte sowieso mal wieder mit dir reden.Setzen wir uns?"sie deutet auf die niedrige Mauer vor unserer Schule.Ich zucke mit den Schultern."Klar,was gibts?"sie knetet nervös ihre Finger."Naja also,du bist doch mit Chris befreundet richtig?","Richtig.Auch wenn die Situation zurzeit bisschen angespannt ist"stimme ich ihr nickend zu."Ich wollte dich fragen,ob er in letzter Zeit mal von mir gesprochen hat oder so"sie fummelt sich inzwischen nervös an ihrer Halskette rum,schaut verlegen zu Boden."Ehm,nicht dass ich wüsste,wieso?"Irgendwie befürchte ich zu wissen, was jetzt kommt,will es aber irgendwie trotzdem hören,obwohl ich weiß,dass es mich treffen wird wie ein Messerstich."Naja,wir schreiben in letzter Zeit ziemlich oft und ich hab mich irgendwie verliebt glaub ich.Und ich hab so das Gefühl er sich auch in mich"Ich wusste es.Ich wusste,dass sowas in der Art kommt.Warum hab ich nachgefragt?Selbst Schuld,Madlene.Ich starre geschockt ins Leere,der Schmerz in meiner Brust betäubt meine Sinne,meine Wahrnehmung."Alles okay?"ich höre ihre Stimme,als wäre ich unter Wasser.Meine Beine beginnen plötzlich sich zu bewegen,zuerst ganz langsam,dann bemerke ich,dass ich renne,den Gehweg entlang.Ein verärgerter Fahrradfahrer klingelt wie verrückt und ruft mir ein paar unfreundliche Worte hinterher,doch das ist mir egal.Ich will einfach nur weg,weg von dem Ort,an dem gerade eine Welt für mich zusammengebrochen ist.
Irgendwann bleibe ich erschöpft stehen,setze mich auf die Bank,die neben mir steht,ziehe die Beine an und schließe die Augen.
Irgendwann bleibe ich erschöpft stehen,setze mich auf die Bank,die neben mir steht,ziehe die Beine an und schließe die Augen.
Donnerstag, 1. Dezember 2011
"Mama!Wo ist mein dunkelroter Pullover?"schreie ich nach unten,als ich zum Treppengeländer stolpere."In der Wäsche,da war ein Fleck","Das gehört so verdammt!Außerdem ist das meine Sache,was zum Waschen kommt"brülle ich und könnte vor Wut die Wand einschlagen.Ich renne zurück in mein Zimmer,ziehe mich schnell an und renne die Treppen runter."Entschuldige bitte,dass ich dir entgegen kommen wollte."Die Stimme meiner Mutter ist nun eiskalt.Ich hasse es,wenn sie sich so verhält.Sie wird dann immer so abweisend,redet nicht mehr mit mir.Das ist tausendmal schlimmer,als jeder Streit mit ihr.Ich überlege ein paar Sekundenlang ernsthaft,zu ihr zu gehen,mich in ihren Schoß zu setzen und sie in den Arm zu nehmen,wie früher.Früher,als alles noch anders war.Besser.Ich schiebe diesen Gedanken beiseite und ziehe meine Schuhe an."Komm nicht zu spät nach Hause,du wolltest mir noch was vorlesen"höre ich die leise,quitschige Stimme meiner kleinen Schwester.Sie kommt aus der Küche und grinst mich frech an."Jaja,das vergesse ich schon nicht"antworte ich,gebe ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange und stürme nach draußen.Keine Ahnung wohin ich soll,nur hauptsache raus aus diesem Haus.Es ist eiskalt und fängt inzwischen schon an dunkel zu werden.Ich setze mich an die Bushaltestelle und stecke die Kopfhörer meines iPods in die Ohren.Die laute Musik betäubt meine Gedanken,lenkt mich von dieser kaputten Welt ab.Ich spüre,wie mich jemand an der Schulter berührt.Erschrocken schaue ich nach oben und starre direkt in dein Gesicht."Was machst du so spät hier ganz allein?"fragst du mich."Kann dir doch egal sein"motze ich und schaue demonstrativ an dir vorbei."Es ist mir aber nicht egal.Soll ich dich heim bringen?"Idiot.Warum machst du es mir immer so schwer sauer auf dich zu sein? "Ich kann das alleine,danke","aber nicht um diese Uhrzeit.Wer weiß was hier für dreckige Typen rumlaufen"Widerwillig lasse ich zu,dass du mich von der Bank wegziehst..Schweigend laufen wir nebeneinander her,immer darauf bedacht,den Abstand zwischen uns nicht geringer werden zu lassen."Du bist immernoch sauer"stellst du nachdenklich fest."Was soll ich machen,damit du mir verzeihst?"Ich schaue dich überrascht an."Keine Ahnung?Du bist ein echter Vollarsch gewesen in letzter Zeit.Nicht nur vorgestern"Ich verschränke die Arme vor der Brust.Mir ist unglaublich kalt,bemerke erst jetzt,dass ich meinen Schal vergessen habe."Ich weiß,es tut mir wirklich leid,glaub mir.Ist dir kalt?"Ich nicke.Aus den Augenwinkeln heraus sehe ich,wie du deinen Mantel ausziehst.Vorsichtig legst du in mir über die Schultern."Schleimer"murmel ich,trotzdem bin ich dankbar und atme den berauschenden Duft ein,der von deinem Mantel ausgeht.Ich merke erst jetzt,dass wir schon vor meinem Haus stehen."Danke für's heimbringen,auch wenn die Aktion unnötig war"sage ich.Du grinst und schaust zur Seite."Bis morgen beleidigte Leberwurst"sagst du,gibst mir einen Kuss auf die Wange und gehst.Erst als ich das Haus betrete fällt mir auf,dass ich immernoch deinen Mantel trage.
Dienstag, 29. November 2011
Da sehe ich dich stehen,mit den Schlampen,die mich vor der gesamten Schule blosgestellt haben,als sie diesen scheiß Zettel aufgehängt haben.Du stehst mit ihnen vor deinem Klassenzimmer,redest,lachst,sie lachen mit.Wahrscheinlich nur um dir zu gefallen,deine Witze waren noch nie wirklich lustig.Ich spüre einen unbeschreiblichen Schmerz in meiner Brust,der allmählich von unbändiger Wut abgelöst wird.Ich laufe auf dich zu,die Lippen zusammengepresst,die Hände zu Fäusten geballt."Du bist das größte Arschloch,das es gibt!"schreie ich dir ins Gesicht.Erschrocken halten sich die Tussen ihre rotlackierten Finger vor die überschminkte Fresse.Du starrst mich fassungslos an.Ich schubse dich auf die Seite und renne zum Ausgang."Madlene warte!Was ist los mit dir?!"Du rennst mir hinterher,deine Stimme klingt verzweifelt."Lass mich in Ruhe und verpiss dich einfach!"Schreie ich dir über die Schuler hinweg zu."Ich stoße die schwere Tür auf und atme die kalte Luft tief ein."Madlene,bitte!"Du hast mich eingeholt und hälst mich am Arm fest."Was ist los?"fragst du mich nochmal keuchend."Was los ist?!Du flirtest mit den Schlampen,die mich vor der ganzen Schule blosgestellt haben!Weißt du wie verarscht ich mich fühle?!"während ich dich anbrülle,laufen mir die Tränen übers Gesicht.Ich wische sie schnell weg,will nicht,dass du siehst,wie sehr du mich verletzt hast.Doch du hast sie gesehen."Ich flirte nicht mit denen Madlene.Aber irgendwie muss ich doch rauskriegen,wie wir das denen heimzahlen oder?"deine Stimme ist mit einem Mal weich.Du streichst mir über die Wange.Ich weiß nicht,ob ich dir glauben soll."Ich muss los"sage ich verwirrt,drehe mich um und renne zur Straßenbahn.
Montag, 28. November 2011
Freitag, 25. November 2011
Verdammt er ist noch nicht da,stelle ich enttäuscht fest.Es ist kurz vor dreiviertel acht und ich bin gerade durch den Seiteneingang ins Schulhaus gelaufen.Ist ziemlich ungewöhnlich,dass ich auf diesem Weg in die Schule gehe,aber nur so komme ich am Physikzimmer vorbei,in dem du gleich Unterricht hast.Ich spiele mit dem Gedanken,nach draußen zu gehen um nochmal reinzukommen,verwerfe ihn aber sofort wieder als ich selbst merke,wie lächerlich das wäre.Ich mache mich auf den Weg zum schwarzen Brett und spüre plötzlich einen Stich in der Brust,erinnere mich daran,was ich dort gestern lesen musste.Mit einem mulmigen Gefühl stelle ich mich an den Rand des Gedrängels,das jeden Morgen am schwarzen Brett herrscht.Als ich mich zum Haupteingang drehe,macht mein Herz einen Aussetzer.Völlig außer Atem läufst du zum schwarzen Brett,musstest wahrscheinlich zu Fuß gehen,weil du die Straßenbahn verpasst hast.Du trägst einen schwarz-grau gestreiften Schal,das erste Mal in diesem Herbst.Ich stelle mich so hin,dass du an mir vorbeilaufen musst,wenn du zum Physiksaal willst.Als du dich umdrehst,treffen sich unsere Blicke und du siehst mich ein paar Sekunden lang an,bevor du an mir vorbeirennst und in deinem Zimmer verschwindest.Der Blick aus deinen wunderschönen,dunklen Augen hat mir glaube ich das Hirn vernebelt,denn ich stehe noch eine halbe Ewgkeit so da und starre auf die Tür des Zimmers,in dem du jetzt gerade sitzt.Plötzlich zieht mich jemand unsanft am Arm."Hey Madlene,träumst du?Wir müssen zu Geschichte!"Verwirrt schüttel ich den Kopf.Ein junge aus meiner Geschichtsklasse schaut mich an,als wäre ich ein Marsmensch.Ich schaue auf die Uhr und stelle fest,dass es drei Minuten nach acht ist."Was glotzt du denn so?Komm los,ich dachte wir müssen zu Geschichte"sage ich und renne los.Lachend folgt er mir.
Donnerstag, 24. November 2011
Ach ja,ich habe meinen ersten Blogaward auf diesem Blog bekommen,wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte :)Das mit den sieben Fakten über mich find ich etwas seltsam,weil mir eigentlich nicht wirklich was einfällt aber naja:
1.Jedes meiner Armbänder erinnert mich an etwas in meinem Leben,dass mir sehr wichtig ist
2.Ich trage manchmal gerne Sachen von meinem Opa :$
3.Ich liebe chinesisches Essen,ist zurzeit aber leider tabu für mich
4.Ich sitze manchmal gerne einfach in meinem Zimmer und lese
5.Ich liebe Florence+Machine,wundervolle Texte
6.Ich habe die tollste kleine Schwester die es gibt
7.Ich bereue manche Dinge,die ich in meinem Leben gemacht oder entschieden habe
So,meine Blogawards gehen an drei zuckersüße Blogs die ich echt gerne lese :)
Hier geht's zu den drei Wunderwerken :*
Die Blogs sind auf ihre Art ganz besonders und die Bloggerinnen wirklich talentiert.
schaut sie euch unbedingt an!
Fassungslos lese ich immer und immer wieder den Zettel,der am schwarzen Brett unserer Schule aushängt."Madlene-Sophie ist die größte Schlampe ever"lese ich nun zum dreiundfünfzigsten Mal.Ich merke,wie mir die Tränen in die Augen steigen,wütend versuche ich sie zu unterdrücken,als ich schlucke spüre ich einen fetten Kloß in meinem Hals.Mein ganzer Körper zittert vor Wut,Trauer und Schmerz.Vor allem Schmerz.Jeder kann es lesen,JEDER!schreit eine verzweifelte Stimme in meinem Kopf.Plötzlich legt jemand seine Hand auf meine Schulter und dreht mich sanft zu ihm um.Du lächelst mich an."Hey na wie geh.."Du siehst,wie mir inzwischen die Tränen über das Gesicht laufen und unterbrichst dich selbst."Ist was passiert?"Ich senke nur den Kopf und deute auf das Papier mit dem verletzendsten Satz den ich je über mich gelesen habe."Wer war das?"fragst du knapp.Ich zucke die Schultern,traue mich nicht etwas zu sagen,weil ich weiß,dass meine Stimme sowieso versagen würde.Wütend reißt du den Zettel kurzerhand herunter,zerreißt ihn in kleine Stücke und läufst zum nächsten Mülleimer."Das hat jetzt auch nichts gebracht,den hat sowieso schon jeder gelesen"sage ich und wische mir die Tränen mit einem Taschentuch weg,das du mir in die Hand gedrückt hast."Wer meinst du war das?Hast du dich mit irgendjemandem gestritten?Mal abgesehen von Marcel,aber sowas würde ich nicht mal ihm zutrauen."Ich nicke zustimmend."Eigentlich mit niemandem.Außer vielleicht mit den Weibern aus deiner Klasse.Die hassen mich,ihnen passt es nicht,dass ich mit dir befreundet bin und sie nicht"Ich bin mir ziemlich sicher das sie das waren.Seid Chris sitzengeblieben ist und nun bei ihnen in die Klasse geht,schwärmen sie ständig von ihm."Meinst du?Soll ich die mal irgendwie unauffällig drauf ansprechen?Ich schwör,wenn die das waren rast ich aus"Sagst du aufgebracht und ballst deine Hände zu Fäusten.Ich muss lächeln.Du kannst dir nicht vorstellen,wie süß du bist,wenn du dich aufregst.Ich schlinge meine Arme um deinen Hals und vergrabe mein Gesicht in deinem Mantel.Du drückst mich fest an dich.So verharren wir eine halbe Ewigkeit und es fühlt sich an wie im Himmel.Viel zu früh befreist du dich sanft aus meiner Umarmung,sagst du müsstest dich beeilen um den Bus zu erwischen und gibst mir noch einen flüchtigen Kuss auf den Kopf."Ich ruf dich später an!"rufst du mir zu,als du dich nochmal zu mir umdrehst.Ich nicke und krame meinen iPod aus der Manteltasche,drücke bei meinem Lieblingslied auf 'Play' und mache mich auf den Weg zur Straßenbahnhaltestelle.
Ich habe keine Ahnung wie du es immer schaffst,mich egal wie schlecht es mir geht,immer wieder aufzumuntern und mir das Gefühl zu geben,nicht allein zu sein.
Ich habe keine Ahnung wie du es immer schaffst,mich egal wie schlecht es mir geht,immer wieder aufzumuntern und mir das Gefühl zu geben,nicht allein zu sein.
Mittwoch, 23. November 2011
"Ruhe jetzt!Der nächste der schwätzt kriegt nen Verweis!"Die laute Stimme unserer Mathelehrerin lässt alle zusammenzucken.Ich sitze in der zweiten Reihe auf meinem Platz neben dem Klassenstreber,und kritzel in meinem Hausaufgabenheft rum.Ich fühle mich nicht angesprochen,mein Banknachbar ist sowieso kein guter Gesprächspartner,er hört lieber gebannt der Lehrerin zu."Sie haben uns gerade die Ex rausgegeben,ist doch logisch,dass jetzt alle auufgedreht sind und quatschen, regen Sie sich nicht so auf."murmel ich und male weiter in meinem Heft rum.Als ich aufschaue,bemerke ich,dass ich von allen angestarrt werde.Die Lehrerin sieht mich mit hochgezogenen Augenbrauen und verschränkten Armen an."Na,wenn unser Fräulein meint,dass ich mich bei eurem Schnitt und eurem unmöglichen Verhalten nicht aufregen brauche,kann sie ja gleich mal die erste Aufgabe an der Tafel verbessern,vielleicht beruhige ich mich ja dann"sie legt mir die Kreide mit schadenfrohem Grinsen auf meinen Tisch und geht nach hinten.Langsam stehe ich auf und gehe zur Tafel."Luisa,diktier ihr die Aufgabe!"kommandiert unsere Lehrerin weiter rum.Luisa liest mir langsam und deutlich die Aufgabe vor und ich schreibe sie an die Tafel."Na dann fang mal an"meine Lehrerin grinst mich wieder falsch an.Schieb dir deine hässligen Kommentare in den Arsch,denke ich mir und würde ihr am liebsten die Kreide an den Kopf werfen.Stattdessen konzentriere ich mich auf die Aufgabe und stelle erleichtert fest,dass es eine der wenigen ist,die ich in der Ex richtig hatte.Als ich fertig bin,drehe ich mich triumphierend um und grinse die Lehrerin an."Naa,haben Sie sich denn jetzt beruhigt?"frage ich sie mit zuckersüßer Stimme.Die Klasse fängt an zu lachen und meine Lehrerin kommt mit einem ärgerlichen Gesicht zurück nach vorn an die Tafel."Setzt dich!Das ändert trotzdem nichts an deiner 4,das ist dir klar,hoffe ich!"Lächelnd setze ich mich zurück auf meinen Platz und fahre mit dem Gekritzel in meinem Heft fort.
Nach der Stunde stelle ich fest,dass ich ständig nur deinen Namen in verschiedenen Schriftarten geschrieben habe.
Nach der Stunde stelle ich fest,dass ich ständig nur deinen Namen in verschiedenen Schriftarten geschrieben habe.
Montag, 21. November 2011
"Hast du Hunger?Ich wollt schnell rüber zur Bäckerei,danach können wir ja noch ein bisschen Mathe lernen"Hanna schaut mich fragend an.Es ist dreizehn Uhr und es hat gerade eben zur Pause geklingelt."Klar,ich komm mit".Ich ziehe mir meinen dunkelblauen Mantel an,knöpfe ihn bis obenhin zu und wickel mir meinen Lieblingsschal um den Hals.Als wir durch die schwere Tür der Aula nach draußen treten,fühlt es sich an,als würde man ein eiskaltes Brett ins Gesicht geschlagen bekommen.Schnell stülpe ich mir meine Handschuhe über und stecke meine Hände tief in die Taschen meines Mantels.Hanna grinst mich an."Dir war ja schon im Sommer ständig kalt,bin gespannt wie du den Winter überlebst".Vielleicht gar nicht,denke ich.Würde dann aber weniger an der Kälte liegen.Wir laufen über die Ampel in die kleine Bäckerei,die in den Pausen und nach Schulschluss immer rappelvoll ist.Der Geruch nach frisch Gebackenem und die mollige Wärme lassen mich langsam auftauen.Hanna angelt sich einen Muffin und ein belegtes Brötchen.Sie dreht sich zu mir um."Isst du nichts?","Nee,keinen Hunger"sie mustert mich misstrauisch.Ich schaue weg.Nachdem sie gezahlt hat verlassen wir den kleinen Laden wieder."Ich liebe Muffins.Willst du mal beißen?"Ich lache,nehme ihr den Muffin aus der Hand und beiße ein kleines Stückchen ab.Gerade als ich schlucken will, sehe ich dich an der Straßenbahnhaltestelle stehen.Du telefonierst und schaust dich suchend um.Ich verschlucke mich an dem Stück Muffin und fange an zu husten.Verwirrt klopft mir Hanna solange auf den Rücken,bis ich aufhöre."Gehts wieder?" fragt sie besorgt.Ich nicke.Während wir über die Ampel laufen,lasse ich dich nicht aus den Augen.Ich weiß nicht wieso,aber ich kann meinen Blick einfach nie von dir abwenden,sobald ich dich sehe.Du legst auf und schaust auf dein Iphone,nur um es zwei Sekunden später wieder an dein Ohr zu halten.Plötzlich drehst du deinen Kopf in meine Richtung.Unsere Blicke treffen sich für den Bruchteil einer Sekunde.Mein Herz fühlt sich an,als hätte es für einen kurzen Moment aufgehört zu schlagen und meine Knie sind mit einem Mal taub."Hast du mir zugehört?Madlene,ich rede mit dir?"Widerwillig löse ich meinen Blick von dir und schaue Hannah an."Was?"Sie stöhnt,schüttelt den Kopf."Ich hab dich gefragt ob du Mathe verstanden hast.Wir schreiben gleich ne Ex,das ist dir schon klar oder?","Hmhm"gedankenverloren schaue ich wieder zu dir und muss feststellen,dass gerade deine Straßenbahn hält.Du steigst ein,immernoch mit dem Iphone am Ohr und setzt dich auf einen vierer Platz."Sag mal stehst du auf den?"Hannas Frage kommt so unerwartet,dass ich sie zunächst nur anstarre."Quatsch,wie kommst du denn da drauf?"Verächtlich schüttele ich den Kopf."War nur so 'ne Vermutung"sagt sie nachdenklich.
Samstag, 19. November 2011
Ich will das Mädchen sein, um dass er Angst hat, wenn sie zu spät nach Hause kommt. Das Mädchen, dem er jeden Tag sagt, wie sehr er es liebt. Das Mädchen, welches er immerzu vermisst und das Mädchen, das er sich im Brautkleid vorstellt, anstatt nackt. Ich will die sein, die er zurück ruft, wenn sie sich streiten. Das Mädchen, bei dem er einfach nicht weggehen kann, wenn er weiß, dass ich sauer auf ihn bin. Ich will das Mädchen sein, ohne das er nicht kann. Das Mädchen, bei dem er nicht einschlafen kann, wenn er nicht weiß wo sie ist. Ich will die sein, um die er kämpft wie ein Löwe und das er fest hält, wie der Adler sein Nest. Ich will die sein, die er zum Leben braucht. Das Mädchen sein, dass er stolz seiner Familie vorstellt.
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